Thumbnail zu UPDATE: 3 Monate in einer anderen Welt – ein Interview mit Michael Steffen
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UPDATE: Michael hat im Rahmen des Wettbewerbes ‘Ihr bestes Foto 2011′ zur World Press Photo Ausstellung 2012 der GeotheGalerie Jena den 1. Platz mit seinem Bild von John Michael belegt. Sein Preis ist ein VIP Ticket zur Eröffnung der World Press Photo 2013 in Amsterdam nächstes Jahr. Herzlichen Glückwunsch Michael!

 

Als ich das erste Mal Bilder von Michael und seinem Ausflug nach Tansania sah, war mir klar, das die Bilder großes Potenzial haben und die Geschichte dahinter nur fesselnd und interessant sein kann. So habe ich nicht lange überlegt und nach einem Interview gefragt.

Michael Steffen

 

Hallo Michael, danke, dass du dir Zeit für ein Interview mit mir nimmst. Erzähl doch erstmal, wer du bist und was du machst.

Hallo Christian, vielen Danke für die Einladung.

Nachdem ich im letzten Jahr mit der Schule fertig geworden bin, entschloss ich mich für 3 Monate in ein ? für mich ? fremdes Land zu reisen und dort als Volunteer zu arbeiten. Meine Entscheidung fiel auf Tansania. Vor circa 4 Jahren hatte ich das erste Mal den Entschluss, nach Afrika zu reisen, gefasst. Am 3. September 2011 ging dann die Safari (Kisuaheli: Reise) los. Über Maskat, Oman, erreichte ich nach einer langen und vor allem nervenaufreibenden Flugreise am 4. September mein Ziel – Dar es Salaam. Tansania.

Ich wusste nicht, was mich erwarten würde. Ich war mehr als gespannt. Wird sich mein Traum erfüllen? Habe ich die richtige Entscheidung getroffen? Viele Fragen gingen mir durch den Kopf. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es die beste Entscheidung gewesen ist, die ich hätte treffen können.

Stadtzentrum von Dar es Salaam

 

Ständig die Kamera an der Seite, da hast du einige Bilder gemacht. Welche Bilder bewegen dich rückblickend am stärksten?

Das ist schwer zu sagen. Ich verbinde mit jedem geschossenen Bild einen ganz persönlichen und einzigartigen Moment. Natürlich gibt es aber auch Bilder, die mir besonders viel bedeuten, wie das meiner Klasse. Ich habe in einer Nursery School in Bahari Beach gearbeitet, wo ich auch mit anderen Freiwilligen der Organisation ?Art in Tanzania? zusammen schaffte und lebte. In der Schule unterstützte ich die Lehrerin der Klasse und durfte auch selbst den Unterricht leiten. Dadurch habe ich viel Zeit mit den Kindern verbracht. Sie werden mir immer präsent bleiben!

 

 

Um das nicht zu weit ausschweifen zu lassen, habe ich ein paar Bilder mitgebracht.

Wenn ich auf dieses Bild zurückblicke, sehe ich einen Jungen – mit dem Namen John Michael – der außer sich ist vor Freude. Als ich meine Kamera auf ihn richtete fing er an zu tanzen und zu singen. Es war ein ganz besonderer Moment. Kurz darauf bildete sich eine große Traube Kinder um mich herum und alle hatten Spaß.

Viel Unterrichtsmaterial hatten wir nicht zur Verfügung. Mit Knete modellierten wir kleine Mäuse. Für viele Kinder war dies der erste Kontakt damit.

Gifty ? ein ungewöhnlicher Name, wird man sich denken. In Tansania keine Seltenheit. Seine Mutter starb während seiner Geburt, sein Vater gab ihm den Namen Gift ? Geschenk!

bisher gibt es 5 Gedanken dazu

Annette Titsch-Kästner

Meine Familie und ich, sind sehr beeindruckt von diesem kurzen Abriss der erlebten 3 Monate.
Ich persönlich finde es toll, wenn Menschen so einen Schritt wagen,- von der Neugier getrieben andere Kontinente zu entdecken.
Mein Schwager hat vergangenes Jahr einige Länder in Südamerika ausschließlich mit dem Fahrrad bereist. Auch er hat viele Menschen und Ihre Geschichten kennengelernt . Auch für ihn unvergesslich und sicher auch nicht die letzte Reise.
Mein Mann findet die Fotos super, zumal er die gleiche Kamera hat und auch das Fotografieren zu seinem Lieblingshobby zählt.
Tolle Aufnahmen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
V.G.!

Veronika Vogt

Toll, kann ich nur sagen und beeindruckt haben mich die Worte und die Bilder von Michael. Ein junger Mensch, frisch von der Schule, hat sich auf diese Reise gemacht, meinen Respekt dafür. Er ist mit tollen Eindrücken, die man sich vorher niemals ausmalen kann, zurückgekommen. Kinder, die sich über Blumen freuen, sie wahrnehmen und sich für ein Foto in Pose schmeißen, ist so schön und natürlich und soll noch sehr lange bewahrt werden. Sicher kommt man auch selbst mit einem neuen Respekt zum Leben wieder und nimmt viele Dinge nicht mehr so selbstverständlich wahr. Mich hat das Interview berührt, neugierig und gespannt gemacht auf die anstehenden Reisen und deren Berichte. Ich drücke Michael die Daumen für sein Studium und die nächsten Vorhaben. Auf die hoffentlich folgenden Interviews und tolle Bilder bin ich sehr gespannt und freue mich darauf.

Hebestreit Lutz & Karla

Jambo Michael, diese Begrüssung ist dir ja ganz bestimmt bekannt. Wir sind begeistert von deinem Bericht über die Zeit in Tansania. Da wir selbst unser Herz an ein Land in Afrika, Kenia, verloren haben, freuen wir uns immer wieder dies auch von anderen zu hören. Es kann niemand verstehen der es nicht selbst erlebt und gesehen hat, wie Dankbar diese Menschen über unsere Hilfe sind. Wir selbst unterstützen ein Waisenhaus in Kenia “Projekt Schwarz-Weiß e.V. ” und freuen uns jedesmal bei unseren Besuchen dort über diese Dankbarkeit und Freude die uns diese Kinder ausstrahlen. Wir würden uns freuen, eines Tages von dir zu hören: Ich bin zurück in Afrika! Deine Fotos sagen mehr als tausend Worte!
Es gibt ein Sprichwort in Afrika. “Einer allein kann ein Dach nicht tragen” Dies haben wir uns zu Herzen genommen. Wir wünschen dir viel Erfolg für deine Zukunft!

Dörte Brendel

Es beeindruckt mich, den Mut zu finden, in eine völlig andere Kultur zu gehen und dort den Menschen zu helfen!
Diese Erlebnisse werden das Leben beeinflussen und sicher dafür gesorgt haben, dass es mindestens einen Menschen mehr gibt, der sich um das bestehende Elend anderer kümmert.
Ich wünsche Michael ein gelungenes Studium und einen erfüllten Weg!

Ina Konecny

Wagemut und edle Gesinnung, welch teures Gut in der heutigen Zeit – das Wohl Anderer über das Eigene zu stellen. Aussterbende Tugenden. Um so mehr erfreut es mich davon in der heutigen Zeit noch lesen zu können ohne eine Generation zurück blättern zu müssen.
Wünsche für die Zukunft nur das Beste!
Viel Glück und Grüsse
Ina.

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